Reiseroute
1. Tag : Sa., Anreise Tbilissi
Heute fliegen Sie von Ihrem Wunschflughafen nach Tbilissi, in die Hauptstadt Georgiens. Der Flug ist nicht im Reisepreis inkludiert. Gerne machen wir Ihnen aber ein passendes Flugangebot für diese Reise. Anschließend Empfang durch unsere deutschsprechenden Reiseleiter am Flughafen und Transfer ins Hotel. Ab 15 Uhr können Sie Ihr Zimmer beziehen.
2. Tag: So., Tbilissi
Geführter Stadtrundgang um 10 Uhr durch die verwinkelte Altstadt. Mittelalterliche Kirchen Antschis’chati (6. Jh.) und Sioni (13. Jh.), Synagoge, Moschee und Aufstieg zur Narikala-Festung. Vom orientalischen Bäderviertel zum Freiheitsplatz und die zentrale Prachtstraße Rustaweli entlang. Abendessen in einem traditionellen Restaurant.
“Tbilissi” bedeutet “die Stadt der warmen Quellen” und tatsächlich begann das städtische Leben im Umfeld der Schwefelquellen. Die Kuppelbauten der Bäder werden mit warmem, schwefelhaltigem Wasser versorgt. Während eines Spaziergangs durch die Fußgängerzone in der Altstadt besichtigen wir die alte Kathedrale Sioni und die älteste Kirche. In der Nähe befindet sich auch noch eine alte Bäckerei und hier können wir das erste Chatschapuri probieren! Wieso hängen hier überall Kerzen in den Straßen? Unser Guide erklärt uns, dass es keine Kerzen sind, sondern Schurtschschella! Außerdem besuchen wir die Narikala-Festung und genießen die herrliche Aussicht vom Hausberg, optional können Sie mit der Seilbahn hinauffahren.
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3. Tag: Mo., Tbilissi - David Garedscha - Weingut - Sighnagi
Fahrt in Richtung Südosten in die Steppenwüste Garedscha bis zum Höhlenkloster Dodos Rka (Horn von Dodo), bewohnt von nur wenigen Mönchen. Kirche und Mönchszellen sind tief in die Felsen gehauen. Wanderung (ca. 2 Std.) vom Kloster durch die karge, aber vielfältige Steppenlandschaft bis zum Hauptkloster David Garedschi. Seit dem 6. Jahrhundert entwickelte sich hier ein lebendiges und kulturell äußerst fruchtbares Klosterleben. Rundgang im Kloster und Besichtigung der Grabstätte des hl. David, einer der „13 syrischen Väter“, die das Klosterleben in Georgien begründeten. Mittagessen inkl. Weinprobe im Familienweingut Vellino, wo der Winzer Beka Jimsheladze alte kachetischen Rebsorten anbaut und Bio-Weine nach traditioneller Methode in Kwewris produziert. Weiterfahrt nach Sighnaghi.
HINWEIS: In den Klöstern gelten strenge Kleiderordnungen. Die Damen benötigen einen langen Wickelrock und ein Tuch. Die Männer bitte keine kurzen Hosen und beim Betreten der Kirchen die Kopfbedeckungen abnehmen.
Fahrt: ca. 220 km, ca. 3,5 Std.
Wanderung: ca. 6 km, ca. 2 Std.
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4. Tag: Di., Sighnagi - Telawi - Tbilissi
Am Vormittag kleiner Stadtrundgang durch die gewundenen Gassen von Sighnaghi und Weiterfahrt die Kachetische Weinstraße entlang. Besuch der ehemaligen Fürstenresidenz Zinandali, wo seit Anfang des 19. Jahrhunderts Wein nach europäischer Methode produziert wird. Mittagessen inkl. Weinprobe imWeingut Mosmieri, wo Wein sowohl nach europäischer Methode als auch nach georgischer Methode in Kwewris reift. Kwewri nennt man die Weinamphoren aus Ton, die zum idealen Temperaturausgleich in der Erde vergraben sind. Besuch bei einem Kwewri Töpfer in Wardisubani, eine besondere Kunst, die nur noch von wenigen Meistern beherrscht wird. Besichtigung der mächtigen Kathedrale Alawerdi (11. Jh.). Rückfahrt nach Tbilissi über die Hügelketten des Gombori Gebirges. Abend zur freien Verfügung.
Fahrt: ca. 190 km, ca. 4 Std.
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5. Tag: Mi., Tbilissi - Mzcheta - Aranissi - Stepanzminda
Fahrt in die historische Hauptstadt Mzcheta an der Kreuzung von Heer- und Seidenstraße. Besichtigung der Dschwari Kirche (6. Jh.) hoch über Mzcheta und der Swetizchoweli Kathedrale (11. Jh.) im Zentrum der alten Hauptstadt, beide UNESCO Weltkulturerbe. Mittagessen bei der Musikerfamilie Mirziashvili, Sänger desAnanuri Ensembles. Weiterfahrt entlang der Georgischen Heerstraße in den Großen Kaukasus. Der uralte Karawanenweg verband den Norden mit dem Orient und wurde schon vom griechischen Geographen Strabo erwähnt. Aufgrund seiner strategischen Bedeutung galt die Verbindungsstraße im 19. Jh. dem russischen Zarenreich als „Tor zum Orient“. Zur Verteidigung entstanden mehrere Festungsanlagen. Besuch der ornamentreichen Festungskirche Ananuri (17. Jh.) am Schinwali Stausee und Überquerung des 2.395m hohen Kreuzpasses. Am Nachmittag Fahrt bis zur russischen Grenze, durch die legendäre Dariali Schlucht, die seit Jahrtausenden umkämpfte „Pforte in den Norden“.
Fahrt: ca. 200 km, ca. 4-4,5 Std.
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6. Tag: Do., Stephanzminda - Gori - Weingut Ateni
Nach dem Frühstück Wanderung zur Wallfahrtskirche Zminda Sameba (14. Jh., 2.170m) vor dem spektakulären Panorama des Kasbek (5.054m), dem höchsten Gipfel im östlichen Großen Kaukasus. An diesen Berg wurde der Sage nach Prometheus angeschmiedet, zur Strafe, weil er den Menschen das Feuer gebracht hat. Rückfahrt über die Heerstraße und Weiterfahrt nach Westen, entlang eines Zweigs der alten Seidenstraße. Übernachtung im idyllisch gelegenen Weingut von Nika Vacheishvili, der auf historischen Terrassen alte endemische Rebsorten kultiviert und zu hochwertigen Weinen verarbeitet. Gemeinsames Abendessen.
Fahrt: ca. 200 km, ca. 3,5-4 Std.
Wanderung: ca. 5 km, 2-3 Std.
Höhenunterschied: Aufstieg ca. 500 hm, Abstieg ca. 500 hm
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7. Tag: Fr., Tana Tal
Ruhetag in Ateni. Besuch der Muttergotteskirche Atenis Sioni aus dem 7. Jahrhundert, eine der schönsten Kreuzkuppelkirchen Georgiens mit Fresken aus dem 12. Jahrhundert. Optional: Panorama Wanderung in die Nazarachewi Schlucht und Aufstieg auf einen der umliegenden Berge mit weitem Blick über das Tana Tal, Ateni, Gori und Uplisziche. Bei klarem Wetter ist die schneebedeckte Kette des Großen Kaukasus zu sehen. Der Pfad folgt einer historischen Handelsroute, die einst die kürzeste Verbindung vom Nordkaukasus in die südgeorgischen Provinzen bildete.
Wanderung Strecke: ca. 9 km, Dauer: ca. 4 Std.
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8. Tag: Sa., Ateni - Uplisziche - Kutaissi
Nach dem Frühstück Fahrt zur antiken Höhlenstadt Uplisziche. Am breiten Flusstal des Mtkwari (deutsch: Kura) gelegen, zeugen bizarre Felsruinen von der einstigen Größe und Bedeutung des Handelsstützpunkts. Weiterfahrt nach Kutaissi. Auf halber Strecke durchquert die Straße das Lichi Gebirge, ein Bergmassiv, das den Großen mit dem Kleinen Kaukasus verbindet und die Wetterscheide zwischen Ost- und Westgeorgien bildet. In Kutaissi kleiner Stadtspaziergang, Besichtigung der Bagrati Kathedrale, von wo sich ein schöner Blick auf Kutaissi und Umgebung bietet.
Fahrt: ca. 180 km, ca. 3 Std.
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9. Tag: So., Kutaissi - Gelati - Mestia
Dieser Tag verspricht uns ein Treffen mit dem uralten Georgien und seinen Legenden. Zuerst geht es ins ca. 11km von Kutaissi entfernte Kloster Gelati. Als Zentrum des geistigen Lebens und Unterpfand für die Einheit Georgiens ließ König David die Akademie von Gelati im 12. Jh. errichten. Seit 1994 gehört die Anlage zum UNESCO-Welterbe und ist Wallfahrtsort für viele Georgier. Bei genügend Zeit und Interesse noch kurzer Stopp am Bauernmarkt und Weiterfahrt Richtung Westen über Sugdidi – Hauptstadt der Region Megrelien – in die wilde Berglandschaft des Großen Kaukasus bis nach Mestia, dem Zentrum der Bergregion Swanetien.
Fahrt: ca. 270 km, ca. 5,5 Std.
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10. Tag: Mo., Uschguli
Fahrt entlang des Enguri Flusses stromaufwärts nach Uschguli, der höchstgelegenen dauerhaft bewohnten Siedlung Europas (2.200m). Das malerische Wehrturm-Ensemble ist ein eindrucksvolles Beispiel mittelalterlicher Baukunst und zählt seit 2006 zum UNESCO Weltkulturerbe. Spaziergang durchs Dorf und zur Kirche Lamaria (2.400m). Am Abend Rückfahrt nach Mestia. Besichtigung eines traditionellen swanischen Wohnhauses „Matschubi“, in dem die Familie, Wintervorräte und sogar Tiere gemeinsam untergebracht waren.
Fahrt: ca. 90 km, ca. 2 Std.
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11. Tag: Di., Mestia - Gurien - Batumi
Fahrt aus dem Großen Kaukasus ans Schwarze Meer. Das Klima der Region ist sehr mild und feucht, der Kaukasus erstreckt sich bis an die Küste, die Höhenlage ist ideal für den Teeanbau. Seit den 1870er Jahren war Georgien der wichtigste Teelieferant, erst für den russischen Zaren und schließlich für das gesamte Russische Reich. Besichtigung einer Teeplantage im Dorf Laituri sowie der Natura Tea Company, einem jungen Bio-Teebetrieb im Dorf Gurianta, Teedegustation (Schwarzer, Grüner, Gelber und Roter Tee). Weiterfahrt die Schwarzmeerküste entlang bis nach Batumi, eine der ältesten Städte Georgiens – bewohnt seit dem 3. Jh. vor Christi. Batumi wurde bereits in den griechischen und römischen Quellen als einer der Haupthäfen des Schwarzen Meeres erwähnt. Am Abend kleine Stadtführung durch die Altstadt bis zur Strandpromenade.
HINWEIS: Die Teeverarbeitung findet wetterabhängig und nicht ganzjährig statt.
Fahrt: ca. 300 km, ca. 6 Std.
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12. Tag: Mi., Batumi
Freier Tag in Batumi. Die Stadt Batumi ist eine bunte Mischung aus traditioneller Bauweise, Jugendstil und modernster Architektur. Hier lässt sich sehr schön das multikulturelle Leben einer typischen Hafenstadt genießen.
Beliebt ist auch eine Fahrt mit der Argo Seilbahn ca. 2,5 km zu einem Aussichtspunkt mit Café und Restaurants auf 256 Metern Höhe. Bei gutem Wetter bietet sich von hier ein großartiger Panoramablick auf die Bucht. Preis: ca. 8 € pro Person.
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13. Tag: Do., Batumi - Botanischer Garten - Zkaltubo
Am Vormittag Besuch des Botanischen Gartens von Batumi mit spektakulärem Blick auf die Schwarzmeerbucht. Der Botanische Garten wurde 1912 gegründet und erstreckt sich auf 114 Hektar entlang der steilen Hügelkette am Schwarzen Meer.
Weiterfahrt in den ehemaligen Kurort Zkaltubo.
Die leicht radioaktiven Thermalquellen mit einer natürlichen Temperatur von 33°-35° wurden während der Sowjetzeit aktiv genutzt und gegen Rheumatismus und andere Gelenkerkrankungen angewandt. In den mondänen Badeanlagen soll selbst Stalin regelmäßig hier gekurt haben.
Fahrt: ca. 150 km, ca. 2,5 Std.
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14.Tag: Fr., Zkaltubo - Achalziche - Wardsia
Fahrt nach Südgeorgien bis Achalziche, dem Verwaltungszentrum der Region Samzche-Dschawachetien. Besichtigung der restaurierten Rabat Festung mit Museum. Als Bestandteil des Nationalmuseums finden sich hier, sehr schön präsentiert, einige der bedeutendsten Fundstücke aus der historischen Region Messchetien, dem ältesten Siedlungsgebiet Georgiens. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Wardsia.
Fahrt: ca. 250 km, ca. 4,5 Std.
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15.Tag: Sa., Höhlenstadt Wardsia - Tbilissi
Besuch der Höhlenstadt Wardsia. Unzählige Höhlen erstrecken sich über mehrere, durch Treppen, Galerien und Terrassen miteinander verbundene Etagen. Hier gab es seinerzeit Straßen, Tunnels, Wohnräume mit Kuppeldächern, Bibliotheken und Bäder. Ein besonderes Erlebnis sind die mittelalterlichen Fresken der Höhlenkirche, u.a. eine der wenigen zeitgenössischen Darstellungen der legendären Königin Tamar. Am Nachmittag Rückfahrt nach Tbilissi durch die Hochebene des Kleinen Kaukasus, vorbei an mehreren Vulkanseen und kleinen Dörfern, die seit dem 19. Jahrhundert hauptsächlich von Armeniern bewohnt sind. Abschiedsabendessen in einem traditionellen Restaurant in Tbilissi .
Fahrt: ca. 240 km, ca. 4,5 Std.
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16.Tag: So., Rückflug Deutschland
Nach dem Frühstück erfolgt der Transfer zum Flughafen in Tbilissi. Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck verlassen wir heute Georgien und zurück nach Deutschland.
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