Georgien Wanderreise

Swanetien & kleiner Kaukasus - Georgien auf anderen Wegen

Diese Wander- und Studienreise nach Georgien kombiniert zwei faszinierende und unterschiedliche Landschaften. Im Gebiet des Kleinen Kaukasus erwartet uns eine mittelalterliche Kultur, die Höhlenstadt Wardzia, Seen sowie malerische Blumenwiesen. Auf unserer Reise nach Swanetien, eine historische Region des Großen Kaukasus, erleben wir Hochtäler umgeben von bis zu 5.000m hohen Gebirgszügen.

Von Tiflis aus überqueren wir die hohen Pässe des Kleinen Kaukasus, immer entlang breiter Flussauen und sanfter Berge. Ein Highlight für Georgien-Liebhaber ist sicherlich die Wanderung durch blumenübersäte, weite Wiesen über den 2.454 m hohen Zchrazkaro-Pass zum tiefblauen Tabazkuri-See. Von Weitem sind oft schon die Minarette der Dörfer sehen, die von der islamischen Tradition dieses Landstrichs zeugen.

Am Schwarzen Meer legen wir einen Ruhetag ein, bevor uns der Weg nach Swanetien führt. Auf ausgedehnten Wanderungen erkunden wir dieses Hochtal, das von bis zu 5.000 m hohen Bergen umgeben ist. Zahlreiche uralte Kunstschätze haben hier, im unzugänglichen Swanetien vor Feinden geschützt, die Jahrhunderte überdauert.

Zudem werden wir auf unserer Wanderreise durch Georgien die gastfreundlichen Menschen und ihre traditionelle Lebensweise kennenlernen. In unseren privaten Unterkünften kommen wir schnell mit zu unseren Gastgebern in Kontakt, die uns an reich gedeckten Tafeln mit Schaschlik, Chatschapuri oder Auberginen mit Walnuss verwöhnen. Entdecken Sie mit uns Landschaften, in denen wie vor 100 Jahren Landnutzung betrieben wird und freilaufende Schweine und Kühe Autofahrer zu manchem Schlenker veranlassen.

Unsere Highlights:

  • Malerische Blumenwiesen
  • Tiefblauer Tabazkuri-See im kleinen Kaukasus
  • Archaische Dörfer und Wehrtürme Swanetiens
  • Uschguli, das höchste, ganzjährig bewohnte Dorf Europas auf 2.200 m
  • Höhlenstadt Uplisziche und Wardsia
  • Gastfreundschaft in privaten Gästehäusern
  • Freizeit am Schwarzen Meer

Reiseverlauf (Kurzübersicht)

1. TagFlug Frankfurt - Tbilissi
2. TagTbilissi
3. TagTbilissi - Bakuriani
4. TagWanderung zum Tabazkuri-See
5. TagBakuriani - Achalziche
6. TagAchalziche - Batumi
7. TagSchwarzes Meer
8. TagBatumi - Betscho
9. TagWanderung im Betscho Tal
10. TagBetscho - Mestia
11. TagWanderung bei Mestia
12. TagMestia - Uschguli
13. TagEnguriquelle
14. TagUschguli - Kutaissi
15. TagKutaissi - Tbilissi
16. TagFlug Tbilissi - Frankfurt

Reiseroute

1. Tag: Flug Frankfurt - Tbilissi

Heute fliegen wir von Frankfurt in die Hauptstadt Georgiens (andere Abflughäfen auf Anfrage und ggfs. Aufpreis). Am späten Abend oder kurz nach Mitternacht erreichen wir Tbilissi. Fahrtzeit zum Hotel ca. 30 Minuten (ca. 15 km)
Übernachtung: 3*-Hotel in Tbilissi

2. Tag: Tbilissi

Wir beginnen mit einem halbtägigen, geführten Stadtrundgang durch die quirlige Hauptstadt des Landes. Die Altstadt von Tiflis mit ihren Kirchen und historischen Straßenzügen lädt zum Bummeln ein, ebenso der prächtige Rustaveli Boulevard. Danach bleibt noch Zeit für eigene Erkundungen. Keine Fahrt (Stadtbesichtigung zu Fuß, evtl. kurze Fahrt mit Metro)
Übernachtung: 3*-Hotel in Tbilissi

F A

3. Tag: Tbilissi - Bakuriani

Nach einem reichhaltigen Frühstück bringt uns der Bus Richtung Westen. Unterwegs besichtigen wir die antike Höhlenstadt Uplisziche mit ihren in den Basalt geschlagenen Kasettendecken und Stalins Geburtshaus in Gori. Wer mag kann dort das Museum der Stalin-Verehrung besuchen (fakultativ). Für den Rest der Gruppe besteht die Möglichkeit zu einer Kaffeepause. Weiter geht die Reise entlang des Flusses Mtkwari (Kura) in den Kurort Borjomi wo von dem berühmten Heilwasser probiert werden darf. Anschließend geht es nach Bakuriani. Dieser georgische Wintersportort liegt in einem alten Vulkankrater. Fahrtzeit ca. 3 Stunden (ca. 190 km)
Übernachtung: Privates Gästehaus in Bakuriani

F A

4. Tag: Wanderung zum Tabazkuri-See

Das Ziel der heutigen Tageswanderung ist der Tabazkuri-See. Sie führt vorbei an malerischen Blumenwiesen, Nomadenzelten und Schafherden direkt zu dem Vulkansee, wo bei gutem Wetter gebadet werden kann. Hier am Seeufer lässt es sich herrlich entspannen.
Gut gestärkt und erfrischt bringen Jeeps uns über den für seine einmalige Flora bekannten Zratskaro-Pass (2.454 m) zurück nach Bakuriani. Hier befindet sich auch der höchste Punkt der Aserbaidschan-Türkei Pipeline. Fahrtzeit ca. 45 Minuten (ca. 20 km)
Wanderung: Dauer ca. 4-5 Std. (reine Gehzeit zzgl. Pausen), Höhendifferenz ca. 600 m rauf und 400 m runter
Übernachtung: Privates Gästehaus in Bakuriani

F M A

5. Tag: Bakuriani - Achalziche

Von Bakuriani fahren wir durch das Tal Mtkwari nach Achalziche. Ziel ist die Besichtigung der Höhlenstadt sowie der Klosteranlage von Wardsia. Bis zu 7 Stockwerke tief ragen die in Stein gehauenen Häuser, Kirchen und Klosteranlagen in den Fels hinein, der über dem Tal liegt. Fahrtzeit ca. 2,5 – 3 Stunden (ca. 140 km)
Wanderung: Dauer ca. 1,5-2 Std. mit Besichtigung, Distanz ca. 2 km, Höhendifferenz ca. 100 m rauf und 100 m runter; alle Wege sind, wo erforderlich, mit Geländer versehen.
Übernachtung: Privates Gästehaus im Dorf Achalziche

F A

6. Tag: Achalziche - Batumi

Auf unserer Fahrt ans Schwarze Meer legen wir morgens einen Besichtigungsstopp am Klosterkomplex von Sarsma (Männerkloster) ein, dessen Kirche aus dem 14. Jh. wunderschöne Fresken aufweist und ein Meisterwerk der Steinmetzarbeit darstellt.
Die Jeeps bringen uns weiter über den Goderdzi-Pass (2.025 m Höhe), dessen steile Wege eine Herausforderung für unsere Fahrzeuge darstellen. Diese Passstraße bietet aber auch wundervolle Fotomotive und schenkt uns einen unvergleichlichen Blick über das vollkommen unerschlossene georgisch-türkische Grenzgebiet und den Kleinen Kaukasus. Hier befinden wir uns im islamisch geprägten Gebiet Georgiens. In unserem Zielort Batumi können wir den Tag am Hafen gemütlich ausklingen lassen und den Sonnenuntergang an der Promenade genießen. Fahrtzeit ca. 5-6 Stunden, z.T. über Schotterpiste (ca. 180 km)
Übernachtung: 2*-Hotel in Batumi

F

7. Tag: Schwarzes Meer

Heute gönnen wir uns einen Ruhetag am Schwarzen Meer. Möchten Sie lieber am stadtnahen Kiesstrand baden oder das geschäftige Leben der kleinen Hafenstadt beobachten? Auch für Kulturhungrige hat Batumi einiges zu bieten. Erkunden Sie die römisch-byzantinische Festung Gonio oder den Botanischen Garten einmal auf eigene Faust… Keine Fahrt – Freizeit
Übernachtung: 2*-Hotel in Batumi

F

8. Tag: Batumi - Betscho

Fahrt vom Schwarzen Meer über Sugididi nach Betscho (Fahrtzeit ca. 6 Stunden) direkt in das Herz Swanetiens. Unser erstes Swanendorf liegt im urtümlichsten Landstrich Georgiens, tief verborgen im Großen Kaukasus. Am Nachmittag sollten wir dann mit etwas Wetterglück das Massiv des fast 5.000 m hohen Berges Uschba, mit seinen unverkennbaren Hörnern, bewundern können. Fahrtzeit ca. 5-5,5 Stunden (ca. 250 km)
Übernachtung: Privates Gästehaus in Betscho

F A

9. Tag: Wanderung im Betscho Tal

Das Betscho-Tal im Schutze des Berges Uschba bietet herrliche Wandermöglichkeiten. So laufen wir entlang des Flusses über Blumenwiesen und Weiden zum Berg Guli. Dabei erreichen wir einen Höhenbereich, in welchem die ersten Flächen des Weißen Rhododendrons beginnen und ein wunderbarer Blick auf den Gletscher des Uschba eröffnet sich uns.
Wanderung: Dauer ca. 4-5 Std. (reine Gehzeit zzgl. Pausen), Höhendifferenz ca. 600 m rauf und 600 m runter. Keine Fahrt.
Übernachtung: Privates Gästehaus in Betscho

F M A

10. Tag: Betscho - Mestia

Nach einer morgendlichen Wanderung oberhalb des Betscho Tals (ca. 4-5 Std.), fahren wir in das Dorf Lenjereri und besichtigen seine Erzengelkirche mit den üppigen Außenmalereien aus dem 14. Jahrhundert. Darauf geht es weiter nach Mestia, wo wir uns ein traditionelles swanisches Wohnhaus mit typischem Wehrturm. Es ist charakteristisch für diese Region und vermittelt heute noch, wie die Swanen lebten und sich vor ihren Feinden schützten. Fahrtzeit ca. 1 Stunde (ca. 20 km)
Wanderung: ca. 4-5 Std. (reine Gehzeit zzgl. Pausen); Höhendifferenz ca. 600 m rauf und 600 m runter.
Übernachtung: Privates Gästehaus in Mestia

F M A

11. Tag: Wanderung bei Mestia

Heute werden wir den Hausberg von Mestia, den 2.350 m hohen Suruld, erwandern. Oben angekommen, können Sie einen Blick auf die Berge Uschba und Tetnuld, die über 4.700 m gelegen sind, sowie einige swanische Dörfer genießen.
Am Nachmittag wandern wir vorbei an farbenprächtigen Blumenwiesen mit Orchideen und Lilien, immer wieder säumen auch gelb-blühende Rhododendron den Weg. Bei der Abfahrt mit dem Lift bietet sich noch einmal die Gelegenheit Mestia und die umgebenden, schneebedeckten Gipfel zu betrachten. Anschließend geht es in das berühmte historische Nationalmuseum von Mestia wo Sie uralte Ikonen und Handschriften, besichtigen können. Kurze Fahrt zu Wanderreinstieg (wenige km)
Wanderung: Dauer ca. 4 Std. (reine Gehzeit zzgl. Pausen), Höhendifferenz ca. 500 m rauf.
Übernachtung: Privates Gästehaus in Mestia

F M A

12. Tag: Mestia - Uschguli

Am Morgen fahren wir in Europas höchstes dauerhaft bewohntem Dorf, Uschguli (2.200 m).
Unterwegs gibt es einiges zu entdecken: die Georgskirche von Nakipari und die Kirche der heiligen Kwirike in Lagurka, die das wichtigste Heiligtum der Swanen darstellt. Obwohl die Kirchen von außen eher unspektakulär wirken, finden Sie im Inneren prächtige Ikonen und bedeutende Fresken, die vom königlichen Hofmaler Tevdore Anfang des 12. Jh. geschaffen wurden. Hier in Lagurka findet auch das wichtigste Fest der Swanen statt und schenkt allen Besuchern den wunderbaren Ausblick auf das Engurital und den Berg Uschba. Fahrtzeit ca. 2-3 Stunden auf Schotterpiste (ca. 50 km)
Wanderung: Dauer ca. 1 Std. mit Besichtigung der Kirche in Lagurka, Höhendifferenz ca. 100 m rauf und runter.
Übernachtung: Privates Gästehaus in Uschguli

F M A

13. Tag: Enguriquelle

Heute lassen wir den Tag ruhig angehen. Wir starten mit einem Spaziergang durch die Straßen des UNESCO-Welterbes Uschguli. Lassen Sie die Wehrtürme, in denen sich die temperamentvollen Swanen noch bis vor nicht all zu langer Zeit aus Furcht vor Blutrache versteckten, einmal auf sich wirken. Beobachten Sie die Bauernhoftiere, die man freilaufend in den kleinen Straßen sieht oder versuchen Sie einmal, (vermutlich mit Hand und Fuß) sich mit den Swanen zu unterhalten. Hier bekommen Sie einen einmaligen Einblick in das ländliche Leben Swanetiens.
Nach diesen Eindrücken wandern wir das Tal vorbei an Orchideen und Hochstauden hinauf zur Quelle des wilden Enguri am Schchara-Gletscher. Dieses Bergmassiv schließt nicht nur das oberswanische Tal ab, es birgt mit 5.068 m auch den höchsten Gipfel Georgiens. Keine Fahrt
Wanderung: Dauer ca. 4-5 Std. (reine Gehzeit zzgl. Pausen), Höhendifferenz ca. 250 m rauf und runter.
Übernachtung: Privates Gästehaus in Uschguli

F M A

14. Tag: Uschguli - Kutaissi

Auf der heutigen Fahrt über den Zagar-Pass (ca. 2.670 m) und durch das Zchenistskali-Tal können Sie herrliche Hochgebirgspanoramen und Gletscher bewundern (Der Pass ist erst Anfang Juli geöffnet. Sollte er nicht befahrbar sein, geht die Tour durch das Enguri-Tal zurück). Malerische Dörfer des Unteren Swanetiens gibt es, im Tal angekommen, zu sehen. Schön geschnitzte Balkone und kunstvolle Schmiedearbeiten schmücken Häuser und Hoftore. Fahrtzeit ca. 6-7 Stunden, größtenteils über Schotterpiste (ca. 170 km)
Übernachtung: Privates Gästehaus in Kutaissi

F M A

15. Tag: Kutaissi - Tbilissi

Am Vormittag steht die Besichtigung der UNESCO-Weltkulturerbestätten Bagrati-Kathedrale (11. Jh.) und Akademie Gelati (12.Jh.) in Kutaissi auf dem Programm. Darauf geht es in Richtung Osten zurück nach Tbilisi. Unterwegs bekommen wir immer wieder die Gelegenheit typisch georgisches Kunsthandwerk zu sehen und zu kaufen. Am Nachmittag können Sie den Tag beim Altstadtbummel und inmitten eines bunten Völkergemischs ausklingen, bevor wir Sie am Abend zu einem traditionellen Abschiedsessen einladen. Fahrtzeit ca. 3,5-4 Stunden (ca. 230 km)
Übernachtung: 3*-Hotel in Tbilissi

F A

16. Tag: Flug Tbilissi - Frankfurt

Am Morgen erfolgt der Transfer zum Flughafen und der Rückflug nach Deutschland. Fahrtzeit ca. 30 Minuten (ca. 15 km)

Unterkünfte

Unterkunft:

Einen Reiz dieser Reise machen die sehr unterschiedlichen Unterkünfte aus. In Tbilisi wohnen wir in einem 3*-Hotel (Landeskategorie) in ruhiger Lage nahe der Altstadt. Das private Gästehaus im Skiort Bakuriani verfügt über Zimmer mit eigener Dusche und WC. In den Gasthäusern in Kutaissi und Achalziche gibt es Zimmer mit Bad und auch Zimmer mit geteiltem Bad. In Batumi werden Sie in einem kleinen, familiengeführten Hotel untergebracht, welches ca. 10 Minuten vom städtischen Kiesstrand entfernt ist. In Betscho, Mestia und Uschguli sind wir zu Gast in familiengeführten Gästehäusern. Georgische Häuser sind oft groß. So können die privaten Gastgeber mehrere Zimmer anbieten. Eventuell wird unsere Reisegruppe auf zwei benachbarte Häuser aufgeteilt. Die Unterkünfte sind sauber, einfach, aber gemütlich. Es gibt mindestens 1 Badezimmer mit Dusche/WC im Haus. Die georgische Gastfreundschaft ist legendär. Sie werden sie beim Essen in den Privatunterkünften erleben, wo die Gastgeber Sie mit opulenten Mahlzeiten verwöhnen. Bitte beachten Sie, dass man die touristische Infrastruktur in Georgien noch nicht mit westlichen Maßstäben messen kann. Erwarten Sie also keinen Luxus, sondern einen eher einfachen Standard. Dafür werden Sie aber mit einer umso herzlicheren Gastfreundschaft empfangen. Die frische Luft, das Bergpanorama und das gute Essen machen die Einfachheit der Unterkünfte wieder wett.
Bei dieser Reise können Sie sich für ein halbes Doppelzimmer entscheiden. Sie teilen sich das Zimmer mit einem gleichgeschlechtlichen Mitreisenden (mit getrennten Betten). Sollte sich bis 4 Wochen vor Reisebeginn kein/e Zimmerpartner/in finden, zahlen Sie bei dieser Reise den halben Einzelzimmer-Zuschlag.

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