Armenien Wanderreise

Authentisch und anders

Besuchen Sie bei einer Wander-Kultur-Reise Armenien, das “Land der Steine”, das älteste christliche Land der Erde, in dem Noahs Arche am heiligen Berg Ararat (heute Osttürkei) strandete. Die vulkanische Landschaft beheimatet sakrale Bauwerke und mystische Kultstätten wie die prähistorischen Steinkreise Karahunj bei Sisian. Auf unseren Wanderungen durch diese felsige Kulisse stoßen wir auf UNESCO-geschützte Schätze wie das Felsenkloster Geghard. Auch der legendäre Transcaucasian Trail bleibt von uns nicht verschont. Wir pirschen uns “von hinten” an den Sewansee. der “Blauen Perle” Armeniens, heran und erleben das Land intensiv von Nord bis Süd. Auf dieser Reise bekommen Sie auch einen Eindruck vom Alltagsleben der Armenier, Familien laden uns zum Abendessen ein und ein ehemaliger Arbeiter einer Kupfermine wird uns gespannt von den damaligen Arbeitsbedingungen erzählen. Große Faszination übt auch die armenische Metropole Eriwan auf Besucher aus. Hier in der Hauptstadt trifft Mittelalter auf Moderne, die Festung Erebuni steht neben architektonischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts. Lassen Sie sich umfassend über die Geschichte des armenischen Volkes informieren, mittels prächtiger, alter Handschriften im Museum Matenadaran oder angesichts des Genozid-Denkmals, das an den Völkermord von 1915 erinnert.

Unsere Highlights:

  • Wanderung am Fuße des Aragats und Besuch von Nationalparks
  • Höhlenstadt Chndzoresk und Teufelsbrücke von Tatev
  • Offroad in UAZ durchs karge Hochland zu den Petroglyphen am Berg Uchtasar
  • Freizeit an der “blauen Perle” Armeniens
  • Stadtbesichtigung Yerevan zu Fuß und Genozid-Mahnmal

Reiseverlauf (Kurzübersicht)

1. Tag So. Flug Frankfurt - Yerevan
2. Tag Mo. Yerevan
3. Tag Di. Yerevan - Kloster Geghard und Tempel Garni - Yerevan
4. Tag Mi. Yerevan - Ghazaravan - Bjurakan - Haghpat
5. Tag Do. Haghpat - Sanahin und Alaverdi Kupfermine - Kobayr Kloster - Dilijan
6. Tag Fr. Dilijan
7. Tag Sa. Dilijan - Kalavan - Drakhtik - Sevan/Martuni
8. Tag So. Sewansee
9. Tag Mo. Sevan/Martuni - Jegheghis - Schatin-Kloster - Kapan
10. Tag Di. Kapan - Shikahogh Nationalpark - Kapan
11. Tag Mi. Kapan - Meghri - Goris
12. Tag Do. Goris - Chndzoresk - Teufelsbrücke und Tatev - Goris
13. Tag Fr. Goris - Ughtasar - Jeghegnadzor/Jegheghis
14. Tag Sa. Jeghegnadzor/Jegheghis - Yelpin - Yerevan
15. Tag So. Flug Yerevan - Frankfurt

Für die Reise sollten Sie gut zu Fuß sein, um die 9 leichten bis mittelschweren Wanderungen zu bewältigen. Neben einer gewissen Grundkondition und Ausdauer ist Trittsicherheit erforderlich (d. h. sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem, unbefestigtem Untergrund). Schwindelfreiheit ist nicht erforderlich. Auch die Besichtigungen von Kirchen oder Klöstern sind z.T. mit kurzen Wanderungen und Anstiegen verbunden. Wanderstöcke können bei den Wanderungen eine gute Hilfe sein! Wer gewohnt ist, mit Stöcken zu gehen, sollte es auch hier tun.
Die maximale Strecke der Wanderungen liegt bei ca. 15-16 km. Die reine Gehzeit liegt bei den Wanderungen zwischen ca. 2 bis 6 Std. Die Höhendifferenzen betragen meist ca. 400 bis 600 Höhenmeter (HM), jeweils Auf- und Abstieg. Eine mittelschwere Wanderung auf dem Transcaucasian Trail (Tag 6) überwindet bis zu 800 HM Aufstieg und 950 HM Abstieg. Auf den Wanderungen bewegen Sie auf einem Höhenniveau zwischen 1.000 m und 3.300 m ü. NN.
Auf einigen Wanderungen gibt es schattenspendende Wälder. Schatten ist aber nicht auf allen Wanderungen gegeben, sodass es im Sommer durchaus heiß werden (Temperaturen bis zu 35-40 °C). Denken Sie in jedem Fall an einen Sonnenschutz für den Kopf. Sie wandern stets mit Tagesrucksack und tragen nur das Notwendigste (z. B. ausreichend Trinkwasser, Regenschutz, Proviant, Kamera etc.) bei sich.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Behinderung ist diese Reise nicht geeignet

Reiseroute

1. Tag: So., Flug Frankfurt - Yerevan

Von Frankfurt (andere Abflughäfen auf Anfragen) aus fliegen wir nach Yerevan. Am späten Abend erreichen wir die Hauptstadt und werden sogleich von unserer Reiseleitung begrüßt, die uns zum Hotel begleitet.

2. Tag: Mo., Yerevan

Wir starten den Tag mit einer Besichtigung der größten Stadt Armeniens, die gleichzeitig eine der ältesten dauerhaft bewohnten Städte weltweit ist. Yerevan liegt am Fluss Hrazdan und gilt als das kulturelle, administrative und industrielle Zentrum des Landes. Durch eine Stadtrundfahrt erhalten wir erste Einblicke in die unterschiedlichen Viertel der Stadt, die ursprünglich vom Architekten Alexander Tamajan geplant wurden. Anschließend geht es zu Fuß weiter, vorbei an der mit modernen Skulpturen gesäumten Kaskade. Von hier aus haben wir einen atemberaubenden Panoramablick über Yerevan, die auch als “pinke” Stadt bekannt ist. Grund dafür sind die rötlichen Steinbauten, welche im richtigen Licht rosa aufzuleuchten scheinen. Ein weiterer Punkt auf unserer Liste ist der Platz der Republik, wo abends oft Musik gespielt und die bunten Wasserspiele beobachtet werden können. Da heute ein Montag ist, wird der Besuch des Mahnmals mit Museum auf den 14. Tag unserer Reise verschoben. Grund dafür ist, dass das Museum montags geschlossen bleibt. Zum Schluss des Tages wartet ein Willkommensabendessen in einem lokalen Restaurant auf uns. Es wird empfohlen am Ende des Tages nochmal beim Republikplatz vorbeizuschauen, wo wir die singenden Springbrunnen in ihrer vollen Schönheit bestaunen können.
Standrundfahrt ca. 0,5-1 Std.

F A

3. Tag: Di., Yerevan - Kloster Geghard und Tempel Garni - Yerevan

Wir verabschieden uns von Yerevan und begeben uns nach Goght. Während unserer Fahrt kommen wir am UNESCO-Felsenkloster Geghard vorbei,welches beinah malerisch zwischen den bewaldeten Berghängen liegt. Mit seinen teilweise in die Felsen eingemeißelten Kirchen aus den 12.-13. Jahrhundert gehört es zu den schönsten Klostern in ganz Kaukasus. Im Dorf Goght angekommen unternehmen wir zuerst eine kleine Wanderung in die Schlucht des Flusses Azat, von wo wir die höchsten Basaltsäulen Armeniens betrachten können. Aus dem Canyon steigen wir auf das Plteu zum Sonnentempel von Garni, das noch aus der hellenistischer Zeit stammt. Danach darf natürlich ein Besuch des Höhlenmuseums nicht fehlen! Dieses 21m unter der Erde liegende Höhlensystem wurde allein von Meister Levon innerhalb zwei Jahrzehnten bis zu seinem Tod geschaffen und ausgegraben. Ein wahrlich faszinierender Ort mit einer merkwürdigen Geschichte! (ca. 120 km)
Wanderung: ca. 4 Stunden reine Gehzeit, 9 km, -350 Höhenmeter Abstieg / +350 Höhenmeter Aufstieg
Fahrzeit ca. 2,5 Std. (ca. 120km)

F M A

4. Tag: Mi., Yerevan - Ghazaravan - Bjurakan - Haghpat

Nach unserem Frühstück checken wir aus dem Hotel aus und fahren in das Dorf Ghazaravan. Dort treffen wir Anahit und ihre Familie, die uns zum Tee und einem zweiten Freiluft-Frühstück im Garten empfängt. Unsere Gastgeberin ist vom Beruf Lehrerin in der lokalen Schule, während ihr Mann früher in der Armee gedient hat. Gemeinsam mit ihren drei Kindern stellen sie ihren hauseigenen Käse, bekannt unter Telik, als auch Marmeladen, Brot (Lavash) und Sudschukh. Wir dürfen ihr sogar gespannt bei der Herstellung über die Schulter schauen. Anschließend geht es weiter zum Dorf Bjurakan, wo wir eine Produktionsstätte für organisch angebaute und später getrocknete Früchte besichtigen können. Wer möchte kann optional stattdessen das astrophysikalische Observatorium besichtigen. Nicht weit vom Dorf entfernt befindet sich die Festung Amberd aus dem 9.-11. Jahrhundert, gleich an den Flanken des höchsten Berges Armeniens Aragats (4.090m). Wir nehmen uns etwas Zeit, um die alten Festungsruinen zu bestaunen und gehen dann weiter hinauf zum Kari-Bergsee, wo unsere Einstiegswanderung beginnt. In der Winterzeit ist der See größtenteils von Schnee und Eis bedeckt. Am Ende unserer kleinen Entdeckungstour fahren wir weiter nach Haghpat.
Fahrzeit ca. 4,5 Std. (ca. 210km)

F A

5. Tag: Do., Haghpat - Sanahin und Alaverdi Kupfermine - Kobayr Kloster - Dilijan

Heute fahren wir zum Dorf Sanahin und besuchen die Sanahin Kathedrale aus dem 10.-13 Jh., einer der UNESCO Höhepunkte in Armenien und Perle der mittelalterlichen Kirchenachitektur. Im unteren Teil von Sahanin erwartet uns Herr Israelyan, der ein ehemaliger Minenarbeiter in der Kupfermine von Alaverdi war. Das war der Ort, wo seit der zaristischen Zeit Kupfer gewonnen wurde und die heutzutage wieder in Betrieb genommen wurde. Wir dürfen Herr Israelyan gespannt lauschen, wie er von den damaligen Arbeitsbedingungen erzählt und den Auswirkungen, die der Zusammenbruch der Sowjetunion in den 1990er Jahre, auf die Mine und die Region hatten. Nach seiner Erzählung machen wir uns weiter auf unserenWeg und besuchen die gut versteckten, mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Ruinen des Klosters Kobays aus dem 12.-13. Jahrhundert. Selbst heute sind noch viele Fragmente von Fresken erhalten, die aus der georgisch geprägten Epoche stammen. Von hier aus haben wir einen tollen Ausblick auf die Stadt Tumanyan und falls wir uns entscheiden den Pfad von der Kirche in eine Schlucht zu folgen, so gelangen wir nach nur 50m ein prächtiger Wasserfall an der senkrechten Felswand. Unsere Fahrt geht weiter in das Dorf Fioletovo, welches sich etwa 1.800m über dem Meeresspiegel befindet. Hier werden wir zu einer Tasse Tee aus dem Samowar eingeladen, im örtlichen Haus der “Molokanen” (Milchtrinker). Dies ist eine ethnische und religöse Minderheit an Russen, die während der Fastenzeit Milch tranken und daraufhin aus dem Russischen Reich verbannt. In Fioletovo haben sie ihr neues Zuhause gefunden und sich Mitte des 19. Jahrhunderts angesiedelt. Später fahren wir nach Dilijan, das Herz der “armenischen Schweiz”, wo wir ein leckeres Abendessen genießen können.
Wanderung: ca. 2 Stunden mit Besichtigung, Aufstieg ca. +100 Hm, Abstieg ca. -100 Höhenmetern (an einigen Stellen ist der Weg steil und mit großen Stufen)
Fahrzeit ca. 3 Std. (ca. 150km)

F A

6. Tag: Fr., Dilijan

Wir nutzen den heutigen Tag um über den Transcaucasian Trail zu wandern, den eine private Initiative seit 2015 im Kaukasus entwickelt und ausbaut. Deren Ziel ist es den Wandertourismus zunächst in Armenien und später in Georgien weiter zu fördern, damit der gesamte Kaukasus vom zukünftigem Tourismus profitieren kann. Unsere Wanderung beginnt am Rande von Dilijan. Wir spazieren gemütlich auf schmalen Pfaden durch wunderschöne Wälder und Wiesen, bis wir das versteckt gelegene Kloster von Haghartsin erreichen. Dort verbringen wir unsere Schlussrast.
Wanderung: ca. 6 Std. Gehzeit, ca. 15 km, +800 Hm Aufstieg, -950 Hm Abstieg

F M A

7. Tag: Sa., Dilijan - Kalavan - Drakhtik - Sevan/Martuni

Nach dem Fühstück geht unsere Reise weiter zum Dorf Kalavan, wobei wir auf die geländegängige LADA Niva umsteigen müssen. In Kalavan angekommen  treffen wir den lokalen Wissenschaftler und Archäologen Robert, der uns von seinen faszinierenden Entdeckungen paläolithischer Siedlungen während seiner Ausgrabungen erzählt. Anschließend folgt für uns eine Wanderung durch Wald und Berge, bis wir den legendären Sewansee erreichen. Er ist nämlich einer der höchstgelegenen Süßwasserseen der Welt und der größte im gesamten Kaukasus.Wir steigen ab in das am Ufer des Sees gelegene Dorf Drakhtik und besuchen das auf einer Halbinsel befindliche Sevankloster aus dem 9. Jahrhundert. Wir verbringen die Nacht entweder im Lavash Hotel in Sevan oder in einem Guesthouse bei Martuni.
Wanderung: ca. 4-5 Std. Gehzeit, ca. 16 km, ca. +600 Hm Aufstieg, -200 Hm Abstieg
Fahrzeit ca. 3 Std. (ca. 105km, davon ca. 10km über Schotterstraße mit Geländewagen)

F M A

8. Tag: So., Sewansee

Diesen Tag können wir nach Lust und Laune verbringen. Es gibt einige gute Badestellen und Picknickplätze oder es gibt die Möglichkeit ein (Tret)boot zu mieten. Eine weitere Option wäre die Wanderung auf den Berg Armaghan (2.829 m), welche die Einwohner auch ein “Geschenk Gottes” nennen. Vom Gipfel des Berges hat man eine schöne Sicht auf den Sewansee und die umgebenden Berge. Auf dem erloschenen Vulkan befindet sich ein kleiner Kratersee. Da das Wetter am Sewansees durch die Höhe von 1.900 m über dem Meeresspiegel oft sehr wechselhaft und geradezu „unberechenbar“ ist, wir der heutige Tag je nach Witterungsbedingungen gestaltet. Bei Terminen im Frühjahr kann es noch zu kühl zum Baden sein, da die Wassertemperatur des Sees nach dem Winter noch sehr frisch ist.
Wanderung (optional): ca. 5-6 Std., ca. 9 km, Aufstieg ca. +600 Hm, Abstieg ca. -600 Hm

F A

9. Tag: Mo., Sevan/Martuni - Jegheghis - Schatin-Kloster - Kapan

Wir frühstücken in aller Ruhe und machen uns auf den Weg nach Südarmenien, wobei wir auf unserer Fahrt dorthin den Selimpass (2.410m ü. NN) überqueren und einen kurzen Zwischenstopp an der Orbelian-Karawanserei aus dem 13. Jahrhundert machen. Im Dorf Jegheghis angekommen besuchen wir eine so genannte Armee-Kirche (von St. Stepanos oder Zorats), welche bis heute erhalten ist und als ein wunderschönes Relikt des mittelalterlichen Armeniens gilt. Das Dorf selbst liegt in einer malerischen Schlucht unterhalb der Festung von Smataberd. In der unmittelbaren Nähe liegt außerdem ein alter jüdischer Friedhof aus dem 13.-14. Jahrhundert. Die nächste Destination ist das Schatin-Kloster und ein Beobachtungspunkt für wilde Bezoar-Ziegen. Mit etwas Glück können wir die Tiere durch ein Fernglas erkennen, während sie sich in den schattigen Felsnischen ausruhen. Anschließend geht unsere Fahrt weiter nach Kapan.
Fahrzeit ca. 6-7 Std. (ca. 300km)

F A

10. Tag: Di., Kapan - Shikahogh Nationalpark - Kapan

Heute steht ein Tagesausflug zum Dorf Shikahogh an, wo wir vom Besucherzentrum des Nationalparks unsere Wanderung starten. Wir wandern auf einem einfachen Feldweg in den dichten Wald hinein und können sogleich die seltenen reliktischen Eibenvorkommen bestaunen. An einem kleinen Wasserfall vorbei, geht es für uns in die Höhe, bis wir uns schließlich oberhalb des Dorfes Tsav befinden. Wir machen eine kurze Verschnaupfspause an einer alten Kirche und nehmen von Tsav einen Bus zur mittelalterlichen Bogenbrücke, welche an einer Wasserstelle mit Picknickplatz liegt. Nicht weit von der Brücke entfernt führt uns ein schmaler Pfad über Felder und lichten Wald zur Qsajur Kirche mit ihrer Mineralwasserquelle, die heilende Kräfte haben soll.
Wanderungen: eine längere mit ca. 3-4 Std. Gehzeit, ca. 8 km, ca. +500 Hm Aufstieg, ca. -500 Hm Abstieg; eine kürzere: ca. 3 km, ca. +/-100 Hm Auf- und Abstieg
Fahrzeit ca. 1,5-2 Std. (ca. 70km)

F M A

11. Tag: Mi., Kapan - Meghri - Goris

Auf unseren Weg nach Goris machen wir einen kleinen Zwischenstopp am Arevik National Park. Um die prächtigen Wasserfälle von Lichq besuchen zu können, wandern wir durch Wälder, entlang des Flussufers und über Steinfelsen. Danach kehren wir zurück zum Campingplatz und fahren weiter nach Meghri, die südlichen Tore Armeniens, die eine gemeinsame Grenze entlang des grünen Arax-Tales mit dem Iran teilen. Obwohl sie nur 30km lang ist, hat sie als Hauptkorridor für den Handel eine strategisch signifikante Bedeutung für beide Länder. Durch die steile Altstadt machen wir einen Spaziergang zur Kirche, von wo wir eine atemberaubende Aussicht auf die von Felsen eingerahmte Stadt haben. Eine der wichtigsten Haupteinkommensquellen im Süden Armeniens ist die lokale Trockenobstproduktion, wie wir von den Einheimischen erfahren werden. Zum Schluss fahren wir weiter, bis wir die wunderbare Stadt Goris erreichen.
Wanderung: ca. 3-4 Std., ca. 9 km, ca. -500 Hm Aufstieg, ca. +500 Hm Abstieg
Fahrzeit ca. 5 Std. (ca. 250km)

F M A

12. Tag: Do., Goris - Chndzoresk - Teufelsbrücke und Tatev - Goris

Unser Tag beginnt mit einer Fahrt zum Höhlendorf Chndzoresk, das zwischen Felswänden und -türmen eingebettet ist. Hier haben einstige Siedler ihre Kirchen, Arbeitsstätten und Unterkünfte in die schroffen Felsen einer Schlucht aus Sandstein gegraben. Schon bei unserer Ankunft können wir bemerken, dass die präsenten Terassenkulturen das gut gegen Störenfriede geschützte Dorf umgeben. Gemeinsam steigen wir die Treppen hinab in das Tal, wo wir eine hübsche Hängebrücke überqueren und zwischen den Erdpyramiden zum heutigen Dorf wandern. Während wir zum Kloster von Tatev laufen, kommen wir an einer interessanten Frauenkooperative vorbei, die in einer ehemaligen sowjetischen Turnschuhfabrik eigene Wollprodukte herstellt und verkauft. Die netten Damen werden uns zeigen, wie die Schafwolle verarbeitet wird und wie das einfache Leben auf dem Land mit all seinen täglichen Herausforderungen aussieht. Anschließend geht es für uns weiter, bis wir die Kalksteinhöhlen der Teufelsbrücke entdecken, welche lange Zeit die einzige Möglichkeit war, um den Fluss Vorotan zu überqueren. Auf der anderen Seite gibt es für uns die Mineralquellen zu sehen, vor denen ein Pool angelegt wurde. Besonders im Sommer ist das ein populäres Ausflugziel für die Einheimischen. Wir nehmen die Seilbahn “Wings of Tatev”, welche 5,7km lang und somit eine der längsten Pendelseilbahnen weltweit ist, und fahren in der geschlossenen Glaskabine über die Vorotanschlucht. Die unglaubliche Aussicht können wir für 11 Minuten genießen, denn dann haben wir auch schon Tatev, die legendäre mittelalterliche Klosterakademie. Nach unserer Besichtigung gehen wir zurück zum Bus, wobei wir erneut die Seilbahn nutzen.
Wanderung: ca. 2 Std., ca. 3 km, -140 Hm Abstieg, +140 Hm Aufstieg, z.T. über lange Treppe.
Fahrzeit ca. 1,5 Std. (ca. 80km)

F A

13. Tag: Fr., Goris - Ughtasar - Jeghegnadzor/Jegheghis

Nach unserem Frühstück steigen in in der Nähe von Sisian in Geländefahrzeuge um, denn nur diese können uns in die Bergwelt von Ughasar bringen. Nur dort können wir unzählige, etwa 4.000 Jahre alten Felsritzungen in dieser erloschenen Vulkanlandschaft erblicken. Auf den alten Basaltblöcken sehen wir die Abbildungen von Bären, Steinböcken und mutigen Kriegern. Wir nehmen uns die Zeit und machen eine kleine Wanderung über das Lavafeld zum See und anschließend zu einem hervorragenden Aussichtspunkt. Wir lassen den Tag mit einer Weinprobe beim lokalen Winzer bei Jeghegnadzor ausklingen.
Wanderung: ca. 3 Std., ca. 6 km auf Niveau von ca. 3.000-3.300 Höhenmetern
Fahrtzeit ca. 5 Std. (ca. 160 km, davon ca. 35 km über Schotterpiste)

F M A

14. Tag: Sa., Jeghegnadzor/Jegheghis - Yelpin - Yerevan

Nach unserem Frühstück machen wir uns auf den Weg zurück in die Hauptstadt Yerevan. Dabei darf auf unsere Rückfahrt ein Stopp beim Kloster Norawank und im Dorf Yelpin, wo die dort ansässige Ziegenwarm ihren eigenen Käse herstellt, nicht fehlen. Außerdem bietet sich die Chance eine kleine Pause auf einer Farm oder bei Khor Virap einzulegen. Selbstverständlich werden wir auch das wohl meist fotografierte Kloster Armienens, welches zu Füßen des Ararat liegt, besichtigen. In Yerevan angekommen besuchen wir, wie am zweiten Tag angekündigt, das oberhalb der Stadt gelegene Mahnmal Tsitsernakaberd (mit seinem Museum), was übersetzt so viel wie “Schwalbenfestung” heißt. Dieses architektonisch beeindruckende Bauwerk wurde für die Opfer des Genozids an den Armeniern 1915 errichtet. Der restliche Tag steht für eigene Freizeitaktivitäten zur Verfügung. Dies gibt uns die Chance den lokalen Markt zu besuchen, um noch einige Souvenirs zu kaufen. Optional gibt es auch das Matenadaran-Handschriften-Museum, welches besucht werden kann. Ein weiterer interessanter Ort ist das Museum über den exentrischen georgisch-armenischen Reggisseurs Parajanow, dessen Werke die ethische Vielfalt des Kaukasus widerspiegeln. Am Abend treffen wir uns für ein gemeinsames Abschiedsessen.
Fahrtzeit ca. 2,5 Std. (ca. 130km)

F A

15. Tag: So., Flug Yerevan - Frankfurt

Am frühen Morgen fliegen wir zurück von Yerevan nach Frankfurt, mit zahlreichen Erinnerungen an dieses wunderschöne Land.

Unterkünfte

Ein besonderer Reiz, den diese Reise ausmacht, sind die unterschiedlichen Unterkünfte, vom 4*-Stadthotel bis zu familiengeführten Gästehäusern auf dem Land.
In Jerewan fiel die Wahl auf ein 4*- oder gutes 3*-Stadthotel, das zentrumsnah gelegen ist. So können Sie die Innenstadt Jerewans fußläufig erreichen. Auf dem Land übernachten Sie in 3*-Hotels oder familiengeführten Gästehäusern.
Wir haben die Unterkünfte so ausgewählt, dass sie zum einen gute Ausgangspunkte für unsere Ausflüge und Wanderungen sind, sie aber auch – wenn möglich – in reizvoller Umgebung liegen. Die Gästehäuser sind in der Ausstattung oft etwas einfach, aber sauber. Die Gastgeber freuen sich auf Ihren Besucher.
Die Zimmer in allen Unterkünften sind mit eigener Dusche und WC ausgestattet.
Bitte beachten Sie: Auf dieser Reise sind Sie teilweise in von Touristen nur wenig besuchten Regionen (insb. der Süden um Kapan/Meghri) unterwegs und die dortigen Unterkünfte und ihre Ausstattung sind mitunter nicht immer auf die Erwartungen und Ansprüche dieser Besuchergruppe ausgerichtet.

Fotos

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